Zum Inhalt springen

Richtig neu: Benjamin Pfitzer

Als Kind wollte ich Erfinder werden und war auch sehr technikinteressiert. In der Schule haben mir vor allem Mathe und die Naturwissenschaften Spaß gemacht. Daher kam bei mir schnell die Idee auf Maschinenbau zu studieren. Das habe ich dann auch direkt nach meinem Abitur angefangen in Aachen zu studieren. Auch wenn ich am Anfang etwas brauchte ins Studium zu kommen, kam ich mit der Zeit immer besser klar. Als ich gegen Ende meines Bachelors mein Pflichtpraktikum in einem Betrieb gemacht habe, konnte ich mir auch wirklich vorstellen als Ingenieur zu arbeiten. Doch gleichzeitig reifte auch eine andere Idee in meinem Herzen.

Zur SMD bin ich erst in meinem fünften Semester gekommen und kannte vorher die SMD kaum. Die SMD-Gruppe in Aachen hat mir geholfen anzukommen und mich mehr mit Gleichaltrigen über den Glauben zu unterhalten. Ich war viel dabei, aber noch nicht ganz involviert. Während Corona bin ich dann auch etwas untergetaucht und erst 2021 mit meinem Pflichtpraktikum wieder bei der SMD aufgekreuzt. Dann habe ich mich aber mehr eingebracht. Zuerst bin ich in die Hauskreisleitung eingestiegen, habe die Richtlinien unterschrieben und auch danach für zwei Semester die Gruppe geleitet. Ich bin auch auf fast alle überregionalen Veranstaltungen der SMD gefahren, die es so gab. Zusätzlich habe ich auch etwas über den Tellerrand hinaus ins größere europäische IFES-Netzwerk reingeschnuppert. Das war insgesamt eine Aufschwungphase in meinem Glauben und ich erlebte, wie ich mit Gottes Hilfe weit über mich hinauswachsen durfte. Mich in die SMD einzubringen hat mich begeistert und in einer Weise erfüllt, wie ich es nie in meinem Studium hatte. Daher reifte die Idee in mir in den vollzeitlichen Dienst zu gehen.

Aber ich wusste nicht genau, wo ich anfangen sollte. Daher habe ich das nach meinem Abschluss eines Morgens vor Gott gebracht und ihn gebeten eine Tür zu öffnen. Tatsächlich wurde ich noch am selben Tag mittags angerufen von Tayla und gefragt, ob ich Teil des ISA-Teams werden möchte. Eine so schnelle Antwort auf ein Gebet habe ich selten gehabt. Die Anfrage kam trotzdem überraschend, weil ich vorher nicht so viel mit der internationalen Arbeit zu tun hatte. Aber für mich kamen dann viele einzelne Dinge der letzten Jahre zusammen, die erst in dem Moment ein ganzes Bild ergaben. So war ich sehr bereit mich auf das Abenteuer einzulassen, weil ich gemerkt habe, dass Gott mich schon länger darauf vorbereitet hat und ich mich daher den neuen Herausforderungen stellen kann.

Meine Vision für die Arbeit ist die Geschichte in Johannes 4, die Samariterin am Brunnen. Jesus begegnet dieser Frau, wo sie ist: am Brunnen und mit ihren Fragen. Er nimmt sie ernst und gewinnt ihr Vertrauen. Am Ende des Gespräches offenbart er sich sogar als der Messias, auf den sie wartet. Diese Begegnung verändert sie zutiefst und, bewegt davon, bringt sie ihr ganzes Dorf zu Jesus. Sie sind beeindruckt von ihrem Zeugnis und noch mehr von der Begegnung mit Jesus selbst. Einige der internationalen Studierenden werden in ihre Länder zurückkehren und können wie die Frau ein Zeugnis mitnehmen von dem Jesus, dem sie hier in Deutschland begegnet sind. Ich sehe mich selbst in der Geschichte als der Brunnen. Ich möchte einen Raum schaffen für Begegnung, Begegnung miteinander und noch mehr Begegnung mit Jesus.

Meine Hauptaufgabe im ISA-Team wird der Aufbau und die Begleitung einer internationalen Gruppe in Köln sein. Da es leider seit einigen Jahren keine SMD-Gruppe mehr in Köln gibt, ist der Anfang eine richtige Pionierarbeit. Zusätzlich darf ich das Projekt Friends for Dinner von SMD-Seite leiten, das internationale Studierende und lokale Gastgebende zu Weihnachten und Ostern zu einem gemeinsamen Essen verbindet.